Wir verlassen Beppu am 30 und machen uns auf den Weg nach Shikoku. Die Mädels werden uns bald verlassen und da wollen wir noch nen entspannenden Tag am Strand verbringen. Wir haben 2 Herbergen mündlich reserviert, die beide aber recht teuer sind (35 EUR +). Wir kommen so um 3 in Takamatsu (nordöstlicher Rand von Shikoku) an. Zwei von uns (Alex und Willi) entscheiden sich dann doch lieber in den Norden Japans zu fahren, auch wenn's schon ein bisschen spät ist. Der Rest von uns geht weiter nach Tokushima, wo wir nach meiner billigen Unterkunft fragen wollen. Vom Ticketinformationsschalter werden wir weiter zur Touristeninformation geleitet, die uns dann, auf Grund von Verständigungsproblemen weiter zur Englisch sprechenden Touristeninforrmation schickt. Nach gefühlten 2 Stunden und etlichen weiteren Ortswechseln wissen wir 1. wo wir surfen können und 2. wo ein Businesshotel um 3000 Yen zu finden ist. Stolz kehren Roman und ich zurück zum Basislager in der Bahnstation. Die Mädels wurden in der Zwischenzeit von einer alten Oma angequatscht, die ihnen, weil die Deutschen im 2. Weltkrieg so nett waren (oder so, komplizierte Sache ...), je 2000 Yen gibt *lol*. Eine etwas jüngere Japanerin, die bei der ganzen Sache Übersetzerin gespielt hat, stellt uns einen Freund von ihr vor, der gerade mit dem Motorrad auf der Durchreise ist und auch wir ein billiges Businesshotel kennt. Eine kurze Verhandlung von ihm am Telefon und wir haben eine Unterkunft gleich in der Nähe des Bahnhofes um 2500 Yen. Dafür bekommen wir einen Tatamimattenraum mit Futons und einem Fernseher. Auch die Gemeinshaftstoilette kann sich sehen lassen. Mit beheizter Klobrille und jeder Menge Knöpfe, die ich mich aber nicht drücken traue, bietet sie jeden erdenklichen Komfort (glaub ich ;). Als Dank wollen die Mädels unsere hilfsbereiten Freunde auf etwas einladen und so geht man, nachdem man sich im Hotel kurz erfrischt hat, gemeinsam etwas trinken und essen. Wir drei Jungs gehen natürlich mit, grinsen und belassen die Mädchen in ihrem Glauben, Japaner in ihrem eigenen Land auf irgendetwas einladen zu können. In einem Lokal trinken wir Shou-ju, Bier und unsere Begleiter bestellen verschiedenste japanische Spezialitäten (viele kleine Portionen), von denen alle kosten können. Der Abend ist nett (die beiden sprechen gutes English; sie war 2 Jahre in Afrika bei einem Hilfsprojekt, so weit ich es verstanden hab, er auch?; er ist Mechaniker und ist mit dem Motorrad durch Shikoku unterwegs) und endet unausweichlich damit, das wir einen kleinen Beitrag leisten und die beiden den großen Rest der Rechnung übernehmen.
Am nächsten Tag geht's auf zum Strand, an dem man, wie man uns gesagt hat Surfunterricht nehmen kann. Mit dem Bus dauert das 20 Minuten, bevor wir an einem großen Strand stehen, mit jeder Menge Surfer im Wasser. Auf der Suche nach der Surfschule (glaresurf) laufen wir ein Trupp japanischer Windsurfer über den Weg, die uns zeigen wo wir lang müssen und uns dann doch mit dem Auto hinfahren. Leider ist bei glaresurf niemand anzutreffen und so bringen uns die Medizinstudenten (ja das sind sie auch) wieder zurück an den Strand. Dort hören sie sich nach einem Boardverleih um und finden zufällig den Lehrer von glaresurf. Der spricht aber leider kaum ein Wort Englisch und versteht nicht was wir von ihm wollen. Zu dem Zeitpunkt kommt gerade eine Surferin (Megumi ist aus Osaka und kennt viele Leute hier in der Gegend) die uns Übersetzen hilft. Nach langem hin und her haben wir es endlich geschafft und um drei Uhr eine "surflesson" vereinbart. Zusammen fahren wir zu glaresurf, unterschreiben irgendeinen Nicht-für-Verletzungen-Haftungs-Wisch und essen eine Kleinigkeit, bevor es mit Surfboards an den Strand geht. Die Wellen sind gerade richtig (nicht zu groß und nicht zu klein und in guten Abständen) für den ersten Surfversuch. Es ist verdammt schwierig eine Welle zu erwischen und das Paddeln geht echt in die Oberarme, aber ein paar "Fahrten" an den Strand bekommen, mit Unterstützung vom Surflehrer, alle hin. Macht echt Spaß :) Nach 2,5 Stunden sind wir alle zerstört und fertig für heute. Megumi, die mit dem Auto in Tokushima ist und aus die Wellen vom Taifun wartet, der unterhalb von Japan vorbeizieht, ist so nett und bringt uns am späten Nachmittag wieder zurück in die Stadt. Am Abend wird noch Udon gefuttert und dann schlafen gegangen.
Um 4 Uhr 30 brechen die Mädels nach Tokyo auf, für sie geht's wieder ab nach Hause. Alex, der die anderen zwei im Norden treffen will, fährt auch mit. Roman und ich pennen noch nicht um 10 und machen uns dann, nach nem kurzen Telefonat mit Megumi wieder auf zum Strand um dort richtigen Surfern bei der Arbeit zuzusehen. Leider sind die Wellen nicht gut heute, viel zu viele, sie brechen zu früh und kommen aus allen Richtungen. Roman und ich können ans surfen gar nicht denken und und von den guten Surfern sind auch kaum welche im Wasser. Wir marschieren zu glaresurf, wo wir Megumi treffen, die sich auch nicht in die Fluten traut. Sie will aber noch zu einem anderen Strand und bietet uns an uns mitzunehmen. Wir sagen zu und nach einem kleinen Mittagessen geht's mit dem Auto los. Leider sind auch am nächsten Strand die Wellen zu groß, deshalb fährt Megumi mit uns nach Naruto um die Wasserstrudel zu besichtigen. Noch ist es zu früh, deshalb schauen wir ins ein wenig in der Gegend um und sie lädt Roman und mich auf ein Getränk im wohl teuesten Hotelrestaurant der Insel ein. Bei genialem Ausblick über die Insel "genießen" wir einen Eiskaffee (kalter Kaffee mit Eiswurfeln ;). Danach zeigt sie uns noch ihren Lieblingsaussichtspunkt, bevor wir uns auf die Suche nach den Wasserwirbeln machen, die leider erfolglos bleibt. Während der Flut laufen hier nämlich, unter einer Aussichtsbrücke, zwei Strömungen gegen einander und erzeugen, mit etwas Glück, dieses Naturschauspiel. So um 6 bringt uns Megumi zur Bahnstation, von der aus wir zurück nach Tokushima fahren. Am Abend essen wir zum ersten mal Sushi in Japan. Wir bestellen beide ein Set und uns werden die wunderlichsten Sushiteile aufgetischt. Wenn's nicht so teuer wär, würd ich das jeden Tag essen.
Damit ist unser Besuch in Tokushima auch schon wieder zu Ende und am nächsten Tag geht's ab Richtung Imabari, von wo aus wir ne Fahrradtour angehen wollen.
Bis bald,
David

Am nächsten Tag geht's auf zum Strand, an dem man, wie man uns gesagt hat Surfunterricht nehmen kann. Mit dem Bus dauert das 20 Minuten, bevor wir an einem großen Strand stehen, mit jeder Menge Surfer im Wasser. Auf der Suche nach der Surfschule (glaresurf) laufen wir ein Trupp japanischer Windsurfer über den Weg, die uns zeigen wo wir lang müssen und uns dann doch mit dem Auto hinfahren. Leider ist bei glaresurf niemand anzutreffen und so bringen uns die Medizinstudenten (ja das sind sie auch) wieder zurück an den Strand. Dort hören sie sich nach einem Boardverleih um und finden zufällig den Lehrer von glaresurf. Der spricht aber leider kaum ein Wort Englisch und versteht nicht was wir von ihm wollen. Zu dem Zeitpunkt kommt gerade eine Surferin (Megumi ist aus Osaka und kennt viele Leute hier in der Gegend) die uns Übersetzen hilft. Nach langem hin und her haben wir es endlich geschafft und um drei Uhr eine "surflesson" vereinbart. Zusammen fahren wir zu glaresurf, unterschreiben irgendeinen Nicht-für-Verletzungen-Haftungs-Wisch und essen eine Kleinigkeit, bevor es mit Surfboards an den Strand geht. Die Wellen sind gerade richtig (nicht zu groß und nicht zu klein und in guten Abständen) für den ersten Surfversuch. Es ist verdammt schwierig eine Welle zu erwischen und das Paddeln geht echt in die Oberarme, aber ein paar "Fahrten" an den Strand bekommen, mit Unterstützung vom Surflehrer, alle hin. Macht echt Spaß :) Nach 2,5 Stunden sind wir alle zerstört und fertig für heute. Megumi, die mit dem Auto in Tokushima ist und aus die Wellen vom Taifun wartet, der unterhalb von Japan vorbeizieht, ist so nett und bringt uns am späten Nachmittag wieder zurück in die Stadt. Am Abend wird noch Udon gefuttert und dann schlafen gegangen.
Um 4 Uhr 30 brechen die Mädels nach Tokyo auf, für sie geht's wieder ab nach Hause. Alex, der die anderen zwei im Norden treffen will, fährt auch mit. Roman und ich pennen noch nicht um 10 und machen uns dann, nach nem kurzen Telefonat mit Megumi wieder auf zum Strand um dort richtigen Surfern bei der Arbeit zuzusehen. Leider sind die Wellen nicht gut heute, viel zu viele, sie brechen zu früh und kommen aus allen Richtungen. Roman und ich können ans surfen gar nicht denken und und von den guten Surfern sind auch kaum welche im Wasser. Wir marschieren zu glaresurf, wo wir Megumi treffen, die sich auch nicht in die Fluten traut. Sie will aber noch zu einem anderen Strand und bietet uns an uns mitzunehmen. Wir sagen zu und nach einem kleinen Mittagessen geht's mit dem Auto los. Leider sind auch am nächsten Strand die Wellen zu groß, deshalb fährt Megumi mit uns nach Naruto um die Wasserstrudel zu besichtigen. Noch ist es zu früh, deshalb schauen wir ins ein wenig in der Gegend um und sie lädt Roman und mich auf ein Getränk im wohl teuesten Hotelrestaurant der Insel ein. Bei genialem Ausblick über die Insel "genießen" wir einen Eiskaffee (kalter Kaffee mit Eiswurfeln ;). Danach zeigt sie uns noch ihren Lieblingsaussichtspunkt, bevor wir uns auf die Suche nach den Wasserwirbeln machen, die leider erfolglos bleibt. Während der Flut laufen hier nämlich, unter einer Aussichtsbrücke, zwei Strömungen gegen einander und erzeugen, mit etwas Glück, dieses Naturschauspiel. So um 6 bringt uns Megumi zur Bahnstation, von der aus wir zurück nach Tokushima fahren. Am Abend essen wir zum ersten mal Sushi in Japan. Wir bestellen beide ein Set und uns werden die wunderlichsten Sushiteile aufgetischt. Wenn's nicht so teuer wär, würd ich das jeden Tag essen.
Damit ist unser Besuch in Tokushima auch schon wieder zu Ende und am nächsten Tag geht's ab Richtung Imabari, von wo aus wir ne Fahrradtour angehen wollen.
Bis bald,
David
hi, liebe grüße wieder mal von zu hause. du bist ein ganz braven blogger! wir freuen uns immer schon auf die neuen berichte. hier alles ruhig soweit. wünsche noch eine schöne letzte woche und freue mich schon auf den wiedersehensdrücker am montag.
AntwortenLöschensalü
b
bist´d narrisch, du schreibst wirklich ausführliche berichte. hört sich alles sehr lässig an. vor allem wirkt alles so chillig uns leicht. bin schon gespannt auf die bilder.
AntwortenLöschenlg mike
gestern hab´ ich eine einstündige doku übers essen in japan gesehen! ich weiß jetzt alles, vom straßenstandl über´s spitzenrestaurant, wo bis zur farbe alles nach jahrhunderte alten regeln serviert wird, bis zum obermeister, der das "zerlegen des fisches, ohne ihn zu berühren" rituell zelebriert. wenn du zu hause bist, muß ich dir das alles erzählen und erklären, weil woher solltest du dazu was kennen, oder wissen?
AntwortenLöschensalü - b