Dienstag, 14. August 2012

Vom Radfahren und Go spielen

Am 2. checken wir am Morgen aus unserer Herberge aus und machen uns auf den Weg nach Imabari (nordwesten von Shikoku), um von dort aus mit dem Rad hinüber zur Hauptinsel zu fahren. Eigentlich war geplant eine Nacht in Imabari zu bleiben, wir kommen aber schon am frühen Nachmittag an und beschließen gleich aufzubrechen. Um noch schnell einen Blogeintrag zu posten suchen wir einen gratis Internetspot und treffen prompt wieder ein paar, wie üblich hilfsbereite Japaner, die uns nach ein paar Telefonaten zu einem superfeinen Hotel bringen, wo wir in der Lobby gratis WiFi nutzen können. Nachdem das geschafft ist, mieten Roman und ich zwei Fahrräder (3 Gänge, tiefer Sattel ... für japanische Körpergrößen gedacht) und schnüren unser großes Gepäck auf den Gepäcksträger, der Tagesrucksack wird im Einkaufskorb an der Lenker verstaut. So gegen 4 gehts dann ab Richtung Oshima, der ersten der fünf Inseln, die wir überqueren müssen, um an unser Ziel Onomichi auf Honshu zu gelangen.

In brütender Hitze geht es los, immer recht flach dahin (zum Glück!), bis wir zur ersten Brückenüberquerung kommen. Über ein 6,4 km langes Stahlmonster geht es bei atemberaubender Aussicht hinüber nach Oshima. Wir wollen noch möglichst weit kommen, daher treten wir in die Pedale und beeilen uns zur nächsten Insel (Hakatajima) zu kommen. Die gelegentlichen Steigungen sind mit all dem Gepäck und auf Grund des Mangels an niedrigen Gängen oft nur schiebend - und sowieso permanent schwitzend - zu bewältigen, umso mehr genießen wir dann die Abfahrten, die uns eine schöne Abkühlung verschaffen. In Hakatajima angekommen wird es langsam dunkel und wir müssen uns nach einer Unterkunf umsehen. Eine Einheimische - sie ist gerade mit ihrem Hund spazieren -, die wir nach einer billigen Unterkunft in der Nähe fragen, läuft sofort nach Hause, holt ihr Telefonbuch und fragt bei allen Hotels in der Umgebung nach. Leider hat keines ein Zimmer frei oder ist nicht in unserer Preiskategorie. Wir beschließen daher diese Nacht am Strand zu übernachten. In weiser Voraussicht kaufen wir uns im naheglegenen Kombini noch einen Mückenspray, bevor wir es uns am Strand gemütlich machen. Es wird ein entspannender Abend mit ein paar Bier, die uns am Vortag Einheimische geschenkt haben, die Nacht allerdings wird hart. Eingemummt in allies was wit haven, versuchen wir wenigstens ein paar Stunden zu schlafen, werden aber die ganze Nacht von Mücken, Kakerlaken, Spinnen und sonstigem Getier heimgesucht. Nach mehreren Schlafplatzwechseln, exzessiver Spraynutzung und ein paar Stunden herumgedöse wird es langsam wieder hell und wir geben um kurz nach 5 Uhr auf und machen uns abfahrbereit.

Um 6 Uhr ist alles gepackt und wir radeln, nachdem wir Frühstück eingekauft haben, weiter zur nächsten Insel: Omishima. Weil wir so viel Zeit haben, nehmen wir einen Umweg und fahren die gesamte nördliche Küste ab. Da keine Wolke am Himmel zu sehen ist, ist der Sonnencremeverschleiß abartig und wir schwitzen so viel, das wir uns nicht sicher sind, ob es überhaupt was bringt. Die schöne Landschaft entschädigt aber für die Leiden. Der kleine Küstenausflug nimmt auch den gesamten Vormittag in Anspruch (jedes Mal wenn wir auf die Uhr sehen, sind wir überrascht wie früh es noch ist) und so gegen Mittag kommen wir in das Touristendörfchen, in dem wir uns alte Samurairüstungen ansehen wollen. Zuerst wird in einem kleinen Familienbetrieb gespeist, in der uns die Bedienung recht freundlich ein paar Tips für die Weiterfahrt gibt. Witziges Detail: die Besitzerin hat uns offensichtlich schon am Morgen im Kombini in Hakatajima gesehen :D. Die Samurairüstung und -waffenausstellung erweist sich als recht enttäuschend (nur recht wenige Ausstellungsstücke) und nach einem kurzen Besuch fahren wir weiter, um noch nach Ikuchijima zu kommen, wo wir uns wieder eine Herberge suchen wollen. Bei der Fahrradstation in Ikuchijima fragen wir erneut nach einer billigen Unterkunft, der Mindestpreis für eine gute Unterkunft scheint aber bei 6000 Yen zu liegen. Den Weg zur billigsten Bleibe um 3500 Yen will uns die Dame an der Information aus irgendeinem Grund nicht verraten, verhandelt für uns aber telefonisch und so kommen wir am Ende um 3000 Yen "nur für Übernachtung und Dusche, kein Essen" in einem netten Hotel unter, das sogar einen eigenen Onsen hat. Am Abend essen Roman und ich noch Yakuniku (Fleisch das wir selbst am Tisch grillen) und gehen in den hauseigenen Onsen, um ein dringend nötiges und wohlverdientes Bad zu nehmen. Todmüde fallen wir dann im Zimmer recht bald in Ohnmach.

Ausgeruht geht's am nächsten Tag weiter. Wir wollen uns eigentlich den Kosanji-Tempel, mit seinen 1000 Buddhastatuen ansehen, fahren aber unabsichtlich daran vorbei und weil wir heute die Tour noch zu Ende bringen wollen, beschließen wir diesen Tempel auszulassen. Es geht also, mal wieder in brütender Hitze weiter zur Insel Innoshima. Im dortigen Schloss (Suigun-jo) ist heute ein kleiner Umzug, den wir uns ansehen möchten. Leider kommen wir eine viertel Stunde zu spät und bei unserer Ankunft ist alles schon wieder weggepackt :( Das Schlösschen ist trotzdem schön und einen Besuch wert. Danach geht's ab zum eigentlichen Grund der Fahrradtour: zum Grab von Shuusaku. In dem kleinen Dörfchen in dem der Friedhof liegt ist auch ein Memorial-Center, mit einem kleinen Museum und einer Nachbildung des Geburtshauses des Gomeisters. Alles ganz interessant (auch das kleine Filmchen über sein Leben), sogar obwohl alles in Japanisch ist. Nach einer kurzen Besichtigung gesellen sich Roman und ich zu der Handvoll Japaner, die im angrenzenden Spielraum sitzen und schauen ihnen ein wenig beim Spielen zu. Ich stelle mich dann als 2k aus "Oostoria" vor und frage um ein Spiel. Der Rangunterschied (Österreich-Japan) ist größer als ich dachte und so gewinne ich 2 Spiele gegen "Gleichrangige" recht eindeutig. Das macht dann wiederum einen ansässigen 3d aufmerksam, der auch eine Partie gegen mich spielen möchte. 2 Steine Vorgabe sind eindeutig zu viel und auch mit einem Stein Vorgabe gewinne ich. Roman spielt und unterhält sich in der Zwischenzeit fleißig mit Maiko, eine Studentin aus Tokyo, die Englisch spricht und auch gerade Ferien hat. Roman und ich kommen langsam in Zeitnot (es ist schon 4 und um 6 müssen wir die Räder zurückgeben, wenn wir sie nichtbnoch einen Tag länger behalten wollen). Der 3d bringt uns und Maiko noch zum eigentlichen Grabstein und will uns dann auch noch auf ein Eis einladen. Wir sagen zu und werden mit dem Auto zu einem kleinen Festchen gebracht, das scheinbar von einem Wohnheim für Menschen mit besonderen Bedürfnissen veranstaltet wird. Es werden Eis und allerlei sonstige Köstlichkeiten genascht, bevor der 3d Maiko zurück in ihr Hotel bringt. Dabei wird auch ein kleines Missverständnis aufgedeckt: er hat nämlich geglaubt, dass Roman und ich im selben Hotel eingecheckt sind. Das sind wir aber nicht, es ist auch nicht unsere Preisklasse und wir meinen (es ist mittlerweile recht spät): "Alles kein Problem, wir suchen uns noch was oder pennen einfach wieder im Freien." Romans Japanisch hilft sehr weiter und auch Maikos Englisch. Das kann der 3d (peinlich, ich hab mir seinen Namen nicht gemerkt) natürlich nicht zulassen und lädt uns, nach kurzer Rückfrage bei seiner Frau, ein, bei ihm zu übernachten. Dankend nehmen wir dieses Angebot an. Das angeblich kleine Haus stellt sich dann als doch sehr geräumig heraus (immerhin ist unser Gastgeber 3facher Familienvater) und wir bekommen ein Zimmer mit Klima und Fernseher. Ein Goban ist schnell geholt und auch ein Freund schaut vorbei, gegen den ich auch spielen darf. In der Zwischenzeit kommt die Gastgeberin heim, auch bei der bedanken wir uns herzlich für die Übernachtungsmöglichkeit. Roman spielt dann noch eine 4 Steine Vorgabepartie mit unserem 3d, bevor Bier, Knabberzeug und Abendessen (gebratener Schinken und andere Fleischstücke) aufgetischt werden. Mit unseren beschränkten Japanischskills unterhalten wir uns so gut wie möglich (ich hör mehr zu ;) über die japanische olympische Mannschaft und was uns sonst noch so einfällt. So um 11 verabschiedet sich unser Gastgeber und sein Kollege und wir legen uns auch aufs Ohr.

So um 8:30 stehen wir am nächsten Morgen auf und bekommen auch prompt ein Frühstück serviert. Dann machen wir uns frisch und bevor es wieder zurück zum Memorialmuseum geht (um 10 sperrt es auf) spielen Roman und ich noch eine Partie, danach werden noch Gruppenfotos geschossen und ca 1000 mal Danke gesagt. Am Weg zurück kauft uns der 3d noch Mochi aus der Gegend, die mit Mandarinen gefüllt und wirklich eine Köstlichkeiten sind. Am Museum werde ich noch mal zu einer Partie genötigt aber dann geht's endgültig weiter zur Endstation unserer epischen Fahrradtour. An der Küste entlang kommen wir an jeder Mänge kleiner, aber gut besuchter Strände vorbei und setzten schließlich mit der Fähre über nach Onomichi und geben dort unsere Fahrräder wieder ab. Am dortigen Bahnhof buchen wir noch schnell eine Unterkunft in Nara und machen uns dann auf die Odyssee (5 mal Umsteigen?) dort hin.

So genug für heute und bis bald, David


Samstag, 4. August 2012

Vom Surfen

Wir verlassen Beppu am 30 und machen uns auf den Weg nach Shikoku. Die Mädels werden uns bald verlassen und da wollen wir noch nen entspannenden Tag am Strand verbringen. Wir haben 2 Herbergen mündlich reserviert, die beide aber recht teuer sind (35 EUR +). Wir kommen so um 3 in Takamatsu (nordöstlicher Rand von Shikoku) an. Zwei von uns (Alex und Willi) entscheiden sich dann doch lieber in den Norden Japans zu fahren, auch wenn's schon ein bisschen spät ist. Der Rest von uns geht weiter nach Tokushima, wo wir nach meiner billigen Unterkunft fragen wollen. Vom Ticketinformationsschalter werden wir weiter zur Touristeninformation geleitet, die uns dann, auf Grund von Verständigungsproblemen weiter zur Englisch sprechenden Touristeninforrmation schickt. Nach gefühlten 2 Stunden und etlichen weiteren Ortswechseln wissen wir 1. wo wir surfen können und 2. wo ein Businesshotel um 3000 Yen zu finden ist. Stolz kehren Roman und ich zurück zum Basislager in der Bahnstation. Die Mädels wurden in der Zwischenzeit von einer alten Oma angequatscht, die ihnen, weil die Deutschen im 2. Weltkrieg so nett waren (oder so, komplizierte Sache ...), je 2000 Yen gibt *lol*. Eine etwas jüngere Japanerin, die bei der ganzen Sache Übersetzerin gespielt hat, stellt uns einen Freund von ihr vor, der gerade mit dem Motorrad auf der Durchreise ist und auch wir ein billiges Businesshotel kennt. Eine kurze Verhandlung von ihm am Telefon und wir haben eine Unterkunft gleich in der Nähe des Bahnhofes um 2500 Yen. Dafür bekommen wir einen Tatamimattenraum mit Futons und einem Fernseher. Auch die Gemeinshaftstoilette kann sich sehen lassen. Mit beheizter Klobrille und jeder Menge Knöpfe, die ich mich aber nicht drücken traue, bietet sie jeden erdenklichen Komfort (glaub ich ;). Als Dank wollen die Mädels unsere hilfsbereiten Freunde auf etwas einladen und so geht man, nachdem man sich im Hotel kurz erfrischt hat, gemeinsam etwas trinken und essen. Wir drei Jungs gehen natürlich mit, grinsen und belassen die Mädchen in ihrem Glauben, Japaner in ihrem eigenen Land auf irgendetwas einladen zu können. In einem Lokal trinken wir Shou-ju, Bier und unsere Begleiter bestellen verschiedenste japanische Spezialitäten (viele kleine Portionen), von denen alle kosten können. Der Abend ist nett (die beiden sprechen gutes English; sie war 2 Jahre in Afrika bei einem Hilfsprojekt, so weit ich es verstanden hab, er auch?; er ist Mechaniker und ist mit dem Motorrad durch Shikoku unterwegs) und endet unausweichlich damit, das wir einen kleinen Beitrag leisten und die beiden den großen Rest der Rechnung übernehmen.

Am nächsten Tag geht's auf zum Strand, an dem man, wie man uns gesagt hat Surfunterricht nehmen kann. Mit dem Bus dauert das 20 Minuten, bevor wir an einem großen Strand stehen, mit jeder Menge Surfer im Wasser. Auf der Suche nach der Surfschule (glaresurf) laufen wir ein Trupp japanischer Windsurfer über den Weg, die uns zeigen wo wir lang müssen und uns dann doch mit dem Auto hinfahren. Leider ist bei glaresurf niemand anzutreffen und so bringen uns die Medizinstudenten (ja das sind sie auch) wieder zurück an den Strand. Dort hören sie sich nach einem Boardverleih um und finden zufällig den Lehrer von glaresurf. Der spricht aber leider kaum ein Wort Englisch und versteht nicht was wir von ihm wollen. Zu dem Zeitpunkt kommt gerade eine Surferin (Megumi ist aus Osaka und kennt viele Leute hier in der Gegend) die uns Übersetzen hilft. Nach langem hin und her haben wir es endlich geschafft und um drei Uhr eine "surflesson" vereinbart. Zusammen fahren wir zu glaresurf, unterschreiben irgendeinen Nicht-für-Verletzungen-Haftungs-Wisch und essen eine Kleinigkeit, bevor es mit Surfboards an den Strand geht. Die Wellen sind gerade richtig (nicht zu groß und nicht zu klein und in guten Abständen) für den ersten Surfversuch. Es ist verdammt schwierig eine Welle zu erwischen und das Paddeln geht echt in die Oberarme, aber ein paar "Fahrten" an den Strand bekommen, mit Unterstützung vom Surflehrer, alle hin. Macht echt Spaß :) Nach 2,5 Stunden sind wir alle zerstört und fertig für heute. Megumi, die mit dem Auto in Tokushima ist und aus die Wellen vom Taifun wartet, der unterhalb von Japan vorbeizieht, ist so nett und bringt uns am späten Nachmittag wieder zurück in die Stadt. Am Abend wird noch Udon gefuttert und dann schlafen gegangen.

Um 4 Uhr 30 brechen die Mädels nach Tokyo auf, für sie geht's wieder ab nach Hause. Alex, der die anderen zwei im Norden treffen will, fährt auch mit. Roman und ich pennen noch nicht um 10 und machen uns dann, nach nem kurzen Telefonat mit Megumi wieder auf zum Strand um dort richtigen Surfern bei der Arbeit zuzusehen. Leider sind die Wellen nicht gut heute, viel zu viele, sie brechen zu früh und kommen aus allen Richtungen. Roman und ich können ans surfen gar nicht denken und und von den guten Surfern sind auch kaum welche im Wasser. Wir marschieren zu glaresurf, wo wir Megumi treffen, die sich auch nicht in die Fluten traut. Sie will aber noch zu einem anderen Strand und bietet uns an uns mitzunehmen. Wir sagen zu und nach einem kleinen Mittagessen geht's mit dem Auto los. Leider sind auch am nächsten Strand die Wellen zu groß, deshalb fährt Megumi mit uns nach Naruto um die Wasserstrudel zu besichtigen. Noch ist es zu früh, deshalb schauen wir ins ein wenig in der Gegend um und sie lädt Roman und mich auf ein Getränk im wohl teuesten Hotelrestaurant der Insel ein. Bei genialem Ausblick über die Insel "genießen" wir einen Eiskaffee (kalter Kaffee mit Eiswurfeln ;). Danach zeigt sie uns noch ihren Lieblingsaussichtspunkt, bevor wir uns auf die Suche nach den Wasserwirbeln machen, die leider erfolglos bleibt. Während der Flut laufen hier nämlich, unter einer Aussichtsbrücke, zwei Strömungen gegen einander und erzeugen, mit etwas Glück, dieses Naturschauspiel. So um 6 bringt uns Megumi zur Bahnstation, von der aus wir zurück nach Tokushima fahren. Am Abend essen wir zum ersten mal Sushi in Japan. Wir bestellen beide ein Set und uns werden die wunderlichsten Sushiteile aufgetischt. Wenn's nicht so teuer wär, würd ich das jeden Tag essen.

Damit ist unser Besuch in Tokushima auch schon wieder zu Ende und am nächsten Tag geht's ab Richtung Imabari, von wo aus wir ne Fahrradtour angehen wollen.

Bis bald,

David

Mittwoch, 1. August 2012

Von der Asche ins heiße Wasser

Vom 27. bis zum 29. ist in Beppu - der Stadt der Onsen - ein Sommerfestival, das wir uns ansehen möchten. Da wir am 25. Kyoto verlassen wollen, müssen wir zwei Nächte überbrücken und reservieren daher 2 Nächte in Fukuoka. Seltalsamerweise bekommen wie aber keine Bestätigung zugesandt. An nächsten Tag hocken wir uns mal wieder in den Shinkansen weiter Richtung Süden nach Kyushu. Da noch immer keine Bestätigung gekommen ist, wir daher vermutlich sowieso kein fixes Zimmer haben und die Endstation des Zuges Kagoshima ist, beschließen wir kurzerhand ans untere Ende von Kyushu zu fahren und Kagoshima einen Besuch abzustatten.

Das ist, wie sich herausstellt auch eine hervorragende Idee, denn wir werden dort von einem Ascheregen empfangen. Ein naheliegender Vulkan hatte dort nämlich gerade einen kleinen Hustenanfall und bedeckt Kagoshima nun mit grauem Staub. Wir haben aber nicht nur Schwein mit diesem seltenen Ereignis (2 mal im Jahr lassen wir uns sagen), sondern auch mit der Unterkunft. Am Infoschalter gibt man uns nämlich einen Flyer für ein 15 EUR Hostel. Schwierig gestaltet sich allerdings das Finden desselben.

Alex und ich lassen, nachdem wir alle einige Zeit durch die Stadt geirrt sind am Bauhof zurück und machen und mit leichtem Gepäck auf den Weg. Mit Taschentüchern vorm Mund - unangenehme Sache so ein Ascheregen - suchen wir vergeblich und fragen irgendwann eine nett aussehende Dame vor einem Restaurant/Hotel (?) ob sie weiß wo wir das Hostel finden können. Wir werden daraufhin hineingebeten und in einen traditionell aussehenden Tatamimattenraum gesetzt. Während die  ältere Dame herumtelefoniert um den Weg zu erfragen serviert uns ihre Tochter einen Tee und zeigt uns dann auf einer selbstgezeichneten Karte wohin wir genau müssen. Ja, diese Gastfreundschaft ist wirklich toll hier :) Die Unterkunft ist dann auch sehr fein, wir schauen uns noch ein wenig in der, vom Vulkan völlig vera(r)schten Umgebung um und Essen etwas (Sashimi :) bevor wir uns aufs Ohr hauen.

Am 26. wollen wir an den Strand. Der näheste ist angeblich Zentimeterdick mit Asche bedeckt, deshalb fahren wir mit dem Zug noch weiter in den Süden nach Ibusuki, eine Gegend bekannt für seine Meeronsen und Sandbäder am Strand. Nach einer 1,5 stündigen Zugfahrt - die Zeit verkürzen wir uns mit Gesprächen mit Einheimischen - durch eine schöne, mehr oder weniger ländliche Gegend (was für ein Genuss nach Tokyo und Kyoto) kommen wir in einem praktisch ausgestorbenen Städtchen an. Am Infoschalter erklärt man uns, das man hier an der Küste nicht Baden kann, nur weiter vorn in einem Hotelkomplex wäre das möglich. Wir wollen uns davon selbst überzeugen und spazieren am Meer entlang Richtung Hotel. Das sich dort befindliche Freibad im Honululu-style wird nach einer kurzen Diskussion mit meinen Mitreisenden doch nicht besucht, wir gehen lieber an den angrenzenden winzigen, nicht sehr gepflegten Strand und schmeißen uns dort ins Wasser. Interessant ist, das an manchen Stellen, wenige Zentimeter unter Grund der Sand brennheiß wird ... kurios. Am späten Nachmittag nehmen wir den Zug zurück nach Kagoshima, wo wir Willi, den wir am Vortag in Kyoto zurückgelassen haben wieder treffen, mit einer Franzosin, die die Mädels im Zimmer liegen haben Essen gehen und gehen, als krönender Abschluss, in unseren 3 Personen Privatzimmern pennen.

Der nächste Tag ist eigentlich wieder ein Reisetag ... nach Beppu. Uns wird allerdings von einem Malaysianer die Besichtigung der Vulkaninsel ans Herz gelegt. Darum geht's am Vormittag noch mit der Fähre hinüber und mit dem Bus (aus Zeitmangel) wird eine kleine Rundfahrt durch eine komplett staubige, graue Gegend gemacht. Kaum zu glauben, dass hier auch Menschen wohnen. Am frühen Nachmittag geht's dann mit dem Schiff wieder zurück und auf die umständliche Fährt nach Beppu.

So um 6 kommen wir erschöpft in der qualmenden Stadt an und finden auch gleich unsere neue Unterkunft. Wir Jungs teilen uns einen 6 Mann-Schlafraum mit einem alten Japaner. Am Abend machen wir uns noch auf in die Stadt zum Festival. Auf der Hauptstraße tummeln sich, in den Duftwolken dutzender Essensstände und im Geplerre der Marktschreier, massenweise Japaner/innen, vor allem das weibliche Geschlecht im traditionellen Gewand. Nachdem wir uns ein paar Mal auf und ab gekämpft und hier und da etwas gekostet haben besuchen wir noch einen der zahlreichen Onsen in dieser Gegend. Um 100 Yen und 43 Grad heißem Wasser sammeln wir erste Erfahrungen mit der japanischen Badekultur. Zurück in der Unterkunft entdecke ich im Gemeinschaftsraum ein Go-Brett, das Roman und ich gleich mit ein paar spielen einweihen. Wir schaffen es sogar zwei unserer Mitreisenden (Alex und Willi) mit dem Go-Virus zu infizieren und so wird der Abend - um halb 3 übermannt uns der Schlaf - über dem Go-Brett verbracht. Dem entsprechend spät beginnt für uns auch der nächste Tag, der wieder mit ein paar Go-Partien begonnen wird. Auch die anderen grellen sich wieder zu mir und Roman. Am frühen Nachmittag treibt ins der Hunger dann doch hinaus und es wird ein Bento erbeutet, das in der Herberge verzehrt wird. Der Nachmitag und Abend wird dann mit Faulenzen, Internet surfen, dem Erlernen von Kartentricks, Konversation mit 2 Japanerinnen, die wohl ihr Englisch trainieren wollen und einer interessanten Rengo-Partie verbracht. Der Sonntag wird dann wieder für Sightseeing genutzt. Ziel sind die 8 Teufels-Onsen von Beppu, heiße Quellen (80 Grad plus) in denen zwar nicht gebadet werden kann, die aber in allerlei Farb und Form blubbern. An dem besonders heißen und schwülen Tag ist diese Besichtigungstour ganz schön anstrengend. Rund um die Teufelsonsen werden über heißem Wasserdampf Eier und Maiskolben gekocht, der Appetit auf diese hält sich allerdings auf Grund des allgegenwärtigen Schwefelgeruches, der über jeder diese heißen Quellen hängt allerdings in Grenzen. Danach fahren wir mit dem Bus noch ein paar Stationen, essen etwas und besuchen einen Freiluftonsen am oberen Ende eines kleinen Dorfes. Im hellblauen Wasser, unter freiem Himmel und wunderbarer Sicht hinunter auf das mit Strohhüttenonsen gespickte Tal relaxen wir eine Stunde, bevor wir wieder zurück in unsere Unterkunft fahren. Gerade rechtzeitig kommen wir zurück und machen uns, nach einer kurzen Rast auf zum Strand, wo um 8 ein Feuerwerk gezündet wird. Ein einstündiges Spektakel wurde uns prophezeit und genau das wird uns auch geboten. Unterbrochen von kurzem geplappe wird ein Feuerwerk nach dem anderen losgelassen. Vor allem die Halbzeitshow und das finden.als sind der Wahnsinn. So etwas hab ich noch nie gesehen. Der ganze Himmel ist ein goldener Funkenregen und am ganzen Körper fühlt man die Explosionen ... Wow. Einziger Wermutstropfen: der Akku meiner Kamera ist gerade leer und ich kann jeweils nur 2 Sekunden Clips aufnehmen, bevor sie sich immer wieder ausschaltet. Nachdem das Feuerwerk zu Ende ist, endet auch das Festival, die Verkaufstände räumen zusammen und der Strand wird gesäubert ... ziemlich fleißig dieses Völkchen. Damit ist unser Besuch in Beppu auch beendet und am nächsten Tag geht's weiter nach Shikoku.

Dazu aber ein andermal mehr, schöne Grüße nach Hause und bis bald, David





Mittwoch, 25. Juli 2012

5 Tage Kyoto

Mit etwas Verspätung kommt die Couchsurferin am ausgemachten Treffpunkt an (hab schon begonnenen mir Sorgen zu machen). Gemeinsam gehen wir dann ca ne viertel Stunde durch Kyoto zu ihrer Wohnung. Die besteht gerade mal aus einem Zimmer, in das sich gerade eine ausziehbare Couch, ein Fernsehtischchen, ein kleines Regal und ein Futon ausgehen. Angeschlossen sind ein winziges Bad und eine winzige Küche. Da mein Host super viel arbeitet (3 Part-Time-Jobs vom 8am bis 11pm) bekomm ich einen eigenen Schlüssel und kann somit kommen und gehen wann ich will. Sie ist supermüde, lang unterhalten wir uns daher nicht mehr, bevor um ca 1 Uhr Schlafenszeit ist.

Am nächsten Morgen (meine Mitbewohnerin ist schon lang wieder arbeiten) treff ich mich mit meinen Mitreisenden und wir machen uns, durch das zu Beginn undurchschaubar erscheinende Busnetz Kyotos, auf den Weg zum <i>Goldenen Tempel</i>. Dieser befindet sich inmitten eines wunderschönen japanischen Gartens, der sich echt sehen lasse kann. In Begleitung von hunderttausend anderen Touristen gehen wir den vorgesehenen Weg ab, werfen Glücks-Münzen und bestaunen den Tempel. Nachdem das abgehakt ist, geht's gleich weiter mit dem Bus ... in die falsche Richtung und dann zum Nijo-Castle, der Herberge des Shoguns während seines Aufenthalts in Kyoto. Vom Regen überrascht schaffen wir es dann doch noch halbwegs trocken zum Eingang, besorgen uns einen Audioguide, der uns mit wenigen interessanten Informationen versorgt, und machen uns ans Besichtigen. Der alte japanische Baustil gefällt mir sehr. Die Innenräume sind alle mit Tatamimatten ausgelegt, die Schiebewände künstlerisch verziert. Lustiges Detail sind die quietschenden Dielen, die extra so konstruiert wurden, um ein Herum- bzw. Anschleichen unmöglich zu machen. Am Abend wird noch die Einkaufsstraße Terramachi und sämtliche darin befindlichen Arcades unsicher gemacht, die 100 Yen Münzen rieseln uns durch die Finger. Auf den Heimweg mach ich mich um halb 11, alleine, und treffe beim Versuch in überaus holprigem Japanisch (und mit der Bezeichnung übertreibe ihr bereits maßlos) nach dem Weg zu fragen, auf einen unter einer Million Japanern, der mir in perfektem Englisch weiterhelfen kann.

Meine Mitbewohnerin kommt noch später als ich zurück nach Hause und ist so erledigt, dass sie vor dem eingeschaltenen Fernseher einschläft. Ich will sie nicht wecken und versuche bei japanischem Fernsehgeplerre, das ich, so gut es geht, mit Musik aus meinem Mp3-Player zu übertönen probiere, einzuschlafen. Was für eine anstrengende Nacht!

Am nächsten Tag will ich die anderen bei meiner Station (Nijo) treffen. Als ich dort ankomme spielt gerade ein Schulorchester auf, ein anderes marschiert im Kreis und ein drittes ist aus der Ferne zu hören. Am Inari-Schrein ist dieser Tage ein Festival, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. Mit der Bahn sind wir gleich dort und am Fusse eines kleinen Berges/Hügles finden sich jede Mänge Ständchen, die Kulinarisches, jegliche Art Souvenirs und sonstigen Kleinkram anbieten. Dahinter befindet sich der Shinto-Tempel. Auf den Berg hinauf gehen wir dann durch uunzählige orangrote Torii-Tore, die uns immer wieder an "spirituellen Waschanlagen", kleinen Schreinen und Raststationen vorbeiführen. Ganz oben werden wir mit ner netten Aussicht und überteuerten Getränken belohnt. Der Ausflug dauert dank unseres atemberaubenden Tempos den ganzen Tag. Den Abend verbringen wir mit der obligatorischen Lokalsuche und Shoppingtour.

Am Montag gehts ab nach Himeji um dort die berühmte Burg zu besuchen. Schon am Bahnhof, als wir nach der Verbindung fragen, werden wir gewarnt, dass die Burg grad restauriert wird und daher verdeckt ist. Wir müssen trotzdem hin, schließlich wurde sie mir wärmstens ans Herz gelegt. In Himeji ist es noch ein bisschen heißer und schwüler, als in Kyoto (kaum zu glauben, dass das überhaupt möglich ist) und wir schützen uns vor der Mittagshitze in Souvenirläden und beim Mittagessen. Die Burg, die eigentlich über der Stadt tront, ist leider wirklich fast vollkommen verhüllt, die Burganlage selbst aber trotzdem schön zu besichtigen. Wir werden sogar mit dem Aufzug außen an der Festung hinaufgefahren. 2015 sollen die Arbeiten fertig gestellt sein, da werden wir wohl wieder nach Japan schauen müssen. Mit dem Shinkansen gehts in unglaublicher Geschwindigkeit wieder zurück nach Kyoto, dort wird noch was gegessen, ein bisschen über die kommende Destination diskutiert und damit ist der Tag auch schon wieder um.

Dienstag ist der Tag der coolen Japaner. Zuerst machen wir uns auf zum Philosophenweg, soll ein netter Spaziergang sein, werden aber schon ganz zu Beginn von einem alten Japaner auf dem Fahrrad angesprochen: "May I speak?" Das erlauben wir ihm nach mehrmaligem nachfragen auch und bekommen daraufhin den Tipp doch lieber abzubiegen und einen japanischen Garten zu besuchen, der keinen Eintritt verlangt. Wir folgen den Richtungsangaben und finden tatsächlich hin. Das entdeckte kleine Klösterchen in wunderbarer Natur und mit angeschlossenem Friedhof ist ein toller touristenloser Geheimtipp. Nach dem Mittagessen (ich esse mein erstes Udon) geht's erneuten ab in die Einkaufsstrasse, in der wir Alex in einer Arcade und die Mädels beim shoppen verlieren. Als wir (wir sind nur noch zu dritt) dann zurück in die Unterkunft wollen ist gerade irgendein Spektakel auf der Hauptstraße am Laufen weshalb kein Bus fährt. Als Roman ein japanisches Pärchen (Yosuke und Nana wie wir später erfahren) fragt, wie wir denn jetzt zum Hauptbahnhof zurückkommen, werden wir kurzerhand auf eine Taxifahrt eingeladen, die wir widerwillig annehmen (das Paar muss sich sogar aufsplitten weil wir zu 5t nicht in ein Taxi passen). Am Bahnhof angekommen wollen wir uns bedanken und die beiden auf einen Kaffee einladen. Gemeinsam hocken wir uns also in ein Lokal und zu unserem Entsetzen wird uns dort klar gemacht, dass nicht wir, sondern die beiden erneut zahlen wollen. Nach langem hin und her, geben wir uns geschlagen und unterhalten uns so gut es geht in einem Mix aus gebrochenem Japanisch und schlechtem Englisch mit den beiden (Romans Japanischkenntnisse reissen uns echt raus). Das Paar ist nämlich selbst nicht aus Kyoto, sondern aus Osaka und zum Einkaufen hier. Nach mehreren Stunden in denen die beiden noch versuchen uns bei der Reiseplanung der nächsten Tage zu unterstützen, werden E-mail Adressen und Skype Namen ausgetauscht und ausgemacht, am Ende unserer Reise noch in Osaka vorbeizuschauen. Sprachlos über die Gastfreundshaft in diesem Land treten wir den Heimweg in die Herberge an. Dort wird noch für den nächsten Tag in Fukuoka (Kyuushu) eine Herberge gebucht, bevor ich mich zum letzten Mal auf den Weg zu meiner Couch mache.

So genug für heute. Bis bald, ich hoffe daheim geht's allen gut,

David




Donnerstag, 19. Juli 2012

Tokyo und ab nach Kyoto

Nach 4 Tagen Tokyo haben wir jetzt genug von all dem Trubel und machen uns heute auf den Weg nach Kyoto. Viel haben wir in den letzten Tagen erlebt, auch dank des tollen Hostels in dem wir untergekommen sind.

Dieses ist nämlich, so wie es scheint ein Treffpunkt junger, internationaler Reisender. Unser Zimmergenosse Dave kommt aus Kanada und ist schon ein bisschen länger hier. Von ihm bekommt man interessante Tips und zusammen erkunden wir Shinjuku und Shibuya. Mit Dave, 2 Dänen, einer Brasilianerin (Liz ist im selben Zimmer wie die Mädchen und hat uns am Vormittag bei unserem Ausflug begleitet), einem Deutschen (Ralph ist hier mit der Deutschen  Ultimatefrisbee-Mannschaft) und einem Norweger geht's am 2ten Abend gleich mal Karaoke singen (das muss man in Japan mal gemacht haben :). Mit etwas Bier ist das dann auch wirklich ein Heidenspass und ein gelungener Abend.

Der ganze nächste Tag wird damit verbracht die große Buddhastatue, eine Stahlmonstrosität in einem Städtchen/Stadteilchen in der Nähe von Tokyo, zu besuchen. Die Zugfahrt dauert ca. 1,5 Stunden, bis wir schließlich in einer Stadt ankommen, die uns "Animenerds" allen etwas bekannt vorkommt (sehr amüsant einmal live zu erleben, was man sonst nur gezeichnet am Bildschirm sieht). Über einen laaaaangen Umweg entlang eines von Einheimischen bevölkerten Strand und durch diverse 100 Yen Shops kommen wir endlich zur Buddhastatue, die mitten in einem netten kleinen Park sitzt. Beeindruckend aber das durch die Stadt schlendern und lokale Köstlichkeiten verkosten ist das eigentliche Highlight. Ich entdecke bei dem Ausflug auch meine Begeisterung für Onigiri (so ne Art Reisbällchen, bitte googeln ;) ... eine geniale Alternative zur österreichischen Wurstsemmel. Bei unserer Herberge kommen wir erst am Abend wieder an. Alex (er und Willi sind im Hotels geblieben) geht an diesem Abend mit der internationalen Truppe nach Roppongi fort, wir anderen sind zu müde dafür und besuchen noch eine Aarcade um mal Pachinko auszuprobieren ... was für ein langweiliges Spiel! Der Lärm drinnen ist kaum zu ertragen, aber die schier unendliche Auswahl an Spielen und sonstigen Slot-Machines ist faszinierend.

Am letzten Tag in Tokyo essen wir Yakiniku. Das ist gegrilltes Fleisch das man sich selbst am Tisch zubereitet :). Dannach schauen Roman und ich noch zum Nihon-Kiin (Go Zentrum). Für österreichische Verhältnisse findet man dort unglaublich viele Spieler, der Altersdurchschnitt liegt aber bei geschätzten 85 Jahren. Wir spielen nicht, schauen uns aber von oben bis unten jeden Stock an. Ich freue mich jedes mal, wenn ich bekannte Szenerien finde. Zu guter letzt wird in Akihabara noch ein Maidcafe besucht, eine äusserst kuriose Angelegenheit und schweineteuer, aber wie oft hat man schon die Gelegenheit?

Heute geht's ab nach Kyoto. Der 21 Tage Rail-Pass ist endlich eingelöst, ab jetzt wird das Ortwechseln etwas billiger. Der Shinkansen brettert mit über 200 durch die Gegend, und mit der Beinfreiheit kommt man sich vor wie erste Klasse :) Klasse! Nach ca. 2,5 Stünden sind wie schon in Kyoto und gehen gleich ins Hostel. Ich werd mich dann um 11 mit meiner Couchsurferin treffen. Bin schon gespannt wie das wird.

Bis bald,

David



Montag, 16. Juli 2012

Angekommen in der größten Stadt der Welt

Nach einem 2 stündigen Flug nach Moskau verbringen wir mal 3 Stunden am Flughafen. Danach geht's weiter in ein Flugzeug dessen Entertainmentsystem nichts zu wünschen übrig lässt. Während des Fluges komm ich leider kaum zu schlafen. Am Narita-Airport angekommen werden mal Schlangen angestanden und die Einreiseformulare ausgefüllt befor wir dann endlich offiziell in Japan angekommen sind (ich war der erste ;).

Am Flughafen finden wir dann auch gleich den Zug der uns in die Stadt bringt (1,5 Stunden), dann geht's mit der U-Bahn weiter zum Hostel. Das ist dann auch extrem ... kuschelig und international. Um 15 EUR die Nacht sind wir in "Kapseln" untergebracht, aber wenigstens klimatisiert, denn die Hitze hier ist Dehli-like. Total übermüdet gehts dann um 5 Uhr Ortszeit gleich mal nach Akihabara (dem Anime und Manga Nerdzentrum). Ein wirklich unglaubliches Lichtermeer mit Cosplayern, riesigen Plakaten, Bannern und mehrstöckigen Shops, in denen nur Manga verkauft werden, oder Anime Figuren oder Pornos, je nachdem wonach einem gerade ist. Leider macht mein Bauch komische Sachen und ich kann den Ausflug, auch auf Grund meiner, nach 28 Stunde fast schon ohnmächtiger Müdigkeitl, nicht wirklich genießen. Willi (einer meiner Mitreisenden) und ich machen uns schon vor den anderen auf den Heimweg und ich sinke bewusstlos in mein "Gemach". Die Nacht ist dann, gelegentlich aufgeweckt, aber gemütlicher verbracht als vermutet.

Heut wird weiter Tokyo unsicher gemacht. Bin schon gespannt was uns alles über den Weg läuft :)

Grüße an alle, bis bald,

David



Freitag, 13. Juli 2012

Vorbereitungen

Weils bis jetzt immer so geschickt war, wird auch diesmal ein Blog geschrieben. Über Kommentare freu ich mich natürlich. Der erste Eintrag wird gleich einmal mit meinem neuen Telefon verfasst, mit dem ich bei dieser Reise auch n paar Bilder hochladen kann (ja Andi, es ist endlich so weit ;)

Soooooo genug Werbung für heute ... übermorgen geht's auf nach Japan für ein Monat :) und heute konnte ich mich endlich dazu durchringen mit dem Packen zu beginnen. Unterwegs bin ich mit 3 Schulkollegen und 3 Bekannten von ihnen. 7 Leute , durchaus eine große Gruppe, bin schon gespannt wie das wird.  Das meiste ist jetzt jedenfalls zusammengerichtet, mal sehen ob der Rucksack da mitmacht. Ganz am Ende noch n Bildchen, nachträglich bearbeitet, damit die schlechte Qualität nicht so auffällt ;)

Bis bald,

David