Donnerstag, 19. Juli 2012

Tokyo und ab nach Kyoto

Nach 4 Tagen Tokyo haben wir jetzt genug von all dem Trubel und machen uns heute auf den Weg nach Kyoto. Viel haben wir in den letzten Tagen erlebt, auch dank des tollen Hostels in dem wir untergekommen sind.

Dieses ist nämlich, so wie es scheint ein Treffpunkt junger, internationaler Reisender. Unser Zimmergenosse Dave kommt aus Kanada und ist schon ein bisschen länger hier. Von ihm bekommt man interessante Tips und zusammen erkunden wir Shinjuku und Shibuya. Mit Dave, 2 Dänen, einer Brasilianerin (Liz ist im selben Zimmer wie die Mädchen und hat uns am Vormittag bei unserem Ausflug begleitet), einem Deutschen (Ralph ist hier mit der Deutschen  Ultimatefrisbee-Mannschaft) und einem Norweger geht's am 2ten Abend gleich mal Karaoke singen (das muss man in Japan mal gemacht haben :). Mit etwas Bier ist das dann auch wirklich ein Heidenspass und ein gelungener Abend.

Der ganze nächste Tag wird damit verbracht die große Buddhastatue, eine Stahlmonstrosität in einem Städtchen/Stadteilchen in der Nähe von Tokyo, zu besuchen. Die Zugfahrt dauert ca. 1,5 Stunden, bis wir schließlich in einer Stadt ankommen, die uns "Animenerds" allen etwas bekannt vorkommt (sehr amüsant einmal live zu erleben, was man sonst nur gezeichnet am Bildschirm sieht). Über einen laaaaangen Umweg entlang eines von Einheimischen bevölkerten Strand und durch diverse 100 Yen Shops kommen wir endlich zur Buddhastatue, die mitten in einem netten kleinen Park sitzt. Beeindruckend aber das durch die Stadt schlendern und lokale Köstlichkeiten verkosten ist das eigentliche Highlight. Ich entdecke bei dem Ausflug auch meine Begeisterung für Onigiri (so ne Art Reisbällchen, bitte googeln ;) ... eine geniale Alternative zur österreichischen Wurstsemmel. Bei unserer Herberge kommen wir erst am Abend wieder an. Alex (er und Willi sind im Hotels geblieben) geht an diesem Abend mit der internationalen Truppe nach Roppongi fort, wir anderen sind zu müde dafür und besuchen noch eine Aarcade um mal Pachinko auszuprobieren ... was für ein langweiliges Spiel! Der Lärm drinnen ist kaum zu ertragen, aber die schier unendliche Auswahl an Spielen und sonstigen Slot-Machines ist faszinierend.

Am letzten Tag in Tokyo essen wir Yakiniku. Das ist gegrilltes Fleisch das man sich selbst am Tisch zubereitet :). Dannach schauen Roman und ich noch zum Nihon-Kiin (Go Zentrum). Für österreichische Verhältnisse findet man dort unglaublich viele Spieler, der Altersdurchschnitt liegt aber bei geschätzten 85 Jahren. Wir spielen nicht, schauen uns aber von oben bis unten jeden Stock an. Ich freue mich jedes mal, wenn ich bekannte Szenerien finde. Zu guter letzt wird in Akihabara noch ein Maidcafe besucht, eine äusserst kuriose Angelegenheit und schweineteuer, aber wie oft hat man schon die Gelegenheit?

Heute geht's ab nach Kyoto. Der 21 Tage Rail-Pass ist endlich eingelöst, ab jetzt wird das Ortwechseln etwas billiger. Der Shinkansen brettert mit über 200 durch die Gegend, und mit der Beinfreiheit kommt man sich vor wie erste Klasse :) Klasse! Nach ca. 2,5 Stünden sind wie schon in Kyoto und gehen gleich ins Hostel. Ich werd mich dann um 11 mit meiner Couchsurferin treffen. Bin schon gespannt wie das wird.

Bis bald,

David



1 Kommentar:

  1. halli japanesen,
    grüße von daheim. hier alles ok. muss gleich mal schauen, obs so welche maid-sachen auch bei uns gibt, oder ob das hier illegal ist :-)...aber der andi weiß das sicher schon. durchhalten! - lasst euch nicht mitreißen von diese kulturellen perversionen - haltet die westlichen werte hoch! oder sucht wenigstens die der alten samurai...
    alles liebe
    b und t

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